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Artenschutz

In der Rangliste der Aufgaben moderner zoologischer Gärten steht der Artenschutz ganz oben.
Der Zoo Duisburg engagiert sich auf vielen Ebenen für den Erhalt der bedrohten Tierwelt – sei es mit einer Fledermausstation im Zoo oder bei regionalen Projekten und als Partner von Naturschutzorganisationen auf der ganzen Welt.

Auch die in Zoos betriebene Forschung liefert wichtige Ergebnisse, nicht nur für die stetige Weiterentwicklung der tiergerechten Haltung, sondern auch für Schutzmaßnahmen der Tiere in ihren Heimatländern.

Der Zoo Duisburg ist institutionelles Mitglied der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) e.V., die sich weltweit für hochbedrohte, aber wenig bekannte Arten einsetzt, der sich kaum andere Artenschutzorganisationen widmen. Neben einer regelmäßigen finanziellen Unterstützung ist der Zoo Duisburg auch im Beirat der ZGAP vertreten, um eine fachliche Einschätzung zu Projekten zu geben.

Zu den Projektarten der ZGAP zählt beispielsweise der auch im Zoo Duisburg gehaltene brasilianische Salvadori-Weißohrsittich.

Der Fossafonds

in Madagaskar

In 1995 initiierte der Zoo Duisburg einen internationalen Fonds zur Finanzierung von Projekten zum Schutz und zur Erforschung der seltenen Fossa, dem größten Raubtier Madagaskars. Über den Fonds wurden die ersten wissenschaftlichen Studien an der Fossa im Freiland durchgeführt, ein neues Naturschutzgebiet im Nordwesten Madagaskars etabliert, eine Zuchtstation für Fossas in Madagaskar errichtet, Feldequipment für lokale Naturschützer und Wissenschaftler bereitgestellt, Fortbildungsmaßnahmen für lokale Naturschützer und Wissenschaftler finanziert, Aufklärungsmaßnahmen für die lokale Bevölkerung mit Unterstützung der NGO „Chances for Nature“ durchgeführt, personelle Unterstützung bei Forschungsarbeiten in Madagaskar geboten sowie Aufklärungsarbeit im Zoo Duisburg mit u.a. Informationstafeln und Aktionstagen geleistet.

Port Macquarie

Koala Hospital

Seit Jahren pflegt der Zoo Duisburg einen persönlichen Austausch mit den Vertretern der Einrichtung. Hier werden verletzte und kranke Tiere gerettet, medizinisch versorgt und auf eine mögliche Wiederauswilderung vorbereitet. Außerdem setzen sich die Mitarbeiter dafür ein, den angestammten Lebensraum der Koalas zu erhalten und nach Möglichkeit durch das Anpflanzen von Eukalyptusbäumen zu vergrößern. Darüber hinaus unterstützt das Team in Port Macquarie Forscher, indem Informationen über Ernährung, Krankheiten sowie Lebensgewohnheiten wildlebender Koalas bereitgestellt werden. Gleichzeitig soll so die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit des Schutzes der Kletterbeutler sensibilisiert werden. Hier geht es zur Homepage des Koala Hospitals.

Auswilderung von Riesenottern

in Argentinien

Ein im Zoo Duisburg geborenes Riesenotterweibchen, das zwischenzeitlich im Zoo Budapest lebte, wurde für die Wiederansiedlung in Argentinien bereitgestellt. Dort war die Art seit 50 Jahren ausgestorben, bis nun die Organisation Fundación Rewilding Argentina im Nationalpark Iberá im Norden Argentiniens die Wiederansiedlung organisierte. Das Schutzgebiet-Netzwerk umfasst insgesamt eine Fläche von 15.000 Quadratkilometern, also beinahe die halbe Fläche Nordrhein-Westfalens, so dass auch für große Raubtiere ausreichend Platz bereitsteht.

Schutz von marinen Säugetieren

in Südamerika

Yaqu Pacha ist eine seit 1992 in Südamerika aktive Naturschutzorganisation zum Schutz der marinen Säugetiere Südamerikas (u.a. Schutzprojekte für Delfine, Seekühe, Robben und Otter), die der Zoo Duisburg mit vielfältigen Aktionen fördert, wie z.B. mit einer jährlichen finanziellen Unterstützung durch Spendenakquise, Aufklärungsarbeit im Zoo Duisburg mit u.a. Informationstafeln und regelmäßigen Aktionstagen sowie Aufklärungsarbeit.

Hilfe für Brillenpinguine

in Südafrika

Der Zoo Duisburg unterstützt das Küken-Aufzuchtsprojekt der Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds (SANCCOB) für die stark gefährdeten Brillenpinguine, bei dem verlassene, verletzte oder schwache Küken gerettet, aufgezogen und wiederausgewildert werden. SANCCOB ist eine seit 1968 tätige Naturschutzorganisation zum Schutz der Meeresvögel und deren Lebensraum im südlichen Afrika (u.a. Betreuung einer Auffang- und Rehabilitationsstation für Seevögel in Kapstadt, Forschungsarbeit, Aufklärungsarbeit, …), die von vielen Zoo, u.a. dem Zoo Duisburg, finanziell unterstützt wird.

Schutz von Primaten

in West-Zentralafrika

Zusammen mit anderen Zoologischen Gärten bietet der Zoo Duisburg eine jährliche finanzielle Unterstützung für die West African Primate Conservation Action (WAPCA) durch Spendenakquise und leistet Aufklärungsarbeit im Zoo mit u.a. Informationstafeln und Aktionstagen. Die WAPCA ist eine seit 2001 in Westzentral-Afrika tätige Naturschutzorganisation zum Schutz des Regenwaldes sowie der bedrohten Affenarten in der Region (u.a. Ermittlung der Affenbestände in der Region, Schutz der verbliebenen intakten Lebensräume, Kontrolle des illegalen Bushmeat-Handels, Aufklärungsarbeit vor Ort, Auffangstation für beschlagnahmte Affen in Ghana, Aufbau einer touristischen Infrastruktur, …). Mit Roloway-Meerkatze und Weißscheitelmangabe hält der Zoo Duisburg zwei der vier WAPCA-Fokusarten.

Land für Brillenbären

in Ecuador

Mit der Unterstützung des Zoo Duisburg konnte dringend benötigter Lebensraum für die von der IUCN als „gefährdet“ eingestuften Brillenbären in Südamerika gekauft werden. Der Brillenbärbestand im Tapichalaca-Reservat der ecuadorianischen NGO Fundación de Conservación Jocotoco pflanzt sich nachgewiesenermaßen fort. Das Reservat stellt eine wichtige Schnittstelle zwischen den angrenzenden Nationalparks Yacuri und Podocarpus dar.  Durch den Ankauf eines angrenzenden Grundstücks wird der geschützte Lebensraum um ein wichtiges Areal vergrößert, um das langfristige Überleben der Brillenbärenpopulation im Tapichalaca-Reservat zu sichern. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wiederansiedlung von Wildkatzen

in Bayern

Ein seit 1987 vom Bund Naturschutz in Bayern e.V. organisiertes Wiederansiedlungsprojekt der Europäischen Wildkatze in Waldregionen Deutschlands (u.a. Wiederansiedlung mit zoogeborenen Tieren im Bayerischen Wald und im Spessart). Der Bund Naturschutz Bayern versteht sich als Anwalt für Natur, Landschaft und Mensch mit dem Ziel, die natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tiere und Pflanzen zu erhalten. Mit der Bereitstellung von bislang insgesamt fünf Nachzuchttieren aus dem Zoo Duisburg beteiligte sich der Zoo an der erfolgreichen Wiederansiedlung und informiert die Zoobesucher hierüber mittels Informationstafeln.

Aufzucht von Ringelnattern

im Ruhrgebiet

Das Ringelnatterprojekt ist ein zusammen mit der im Jahr 2003 gegründeten Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) und der Unteren Landschaftsbehörde in 2014 initiiertes Schutzprojekt zum Erhalt und der Wiederansiedlung der heimischen Ringelnatter im westlichen Ruhrgebiet. Neben der Aufklärung über den Status der Schlange in der Region wird eine Ringelnatterschutzstation im Zoo Duisburg zur Aufzucht und von Ringelnattern für die Wiederansiedlung in geeigneten Biotopen wie der Rheinaue Walsum betrieben.

Fledermausstation

im Zoo Duisburg

Der Zoo Duisburg bemüht sich um den Schutz der Tiere, die frei im Zoogelände und im Duisburger Raum leben. Neben Nistkästen für heimische Vögel und Brutgelegenheiten für Bienen und Wespen engagiert sich der Zoo insbesondere im Fledermausschutz.

Seit 1969 besteht eine eigene Fledermausstation, in der verletzte oder geschwächte Fledermäuse versorgt und aufgezogen werden, bevor diese zurück in die Natur gelassen werden können. Fast 6.000 Fledermäuse aus insgesamt 18 verschiedenen Arten konnten bis 2016 hier versorgt werden.

+++ Bitte beachten Sie, dass wir zur Zeit keine Fledermäuse aufnehmen können. Wir helfen Ihnen aber gerne weiter, bitte melden Sie sich vorab telefonisch unter 0203 – 604 44 250 +++