Zoo Duisburg treibt Bau der neuen Seelöwen-Anlage weiter voran
Unter Beteiligung eines Baukrans schwebten mehrere große Komponenten der künftigen Filtration in das neu gebaute Technikgebäude. Nun beginnt der Einbau der Filtereinheiten. Damit erreicht das Bauprojekt den nächsten Meilenstein.
Viele Monate wurde bis ins Detail geplant, jetzt war es so weit: Der Einbau der neuen Filtration der künftigen Seelöwen-Anlage hat begonnen. Mit Hilfe eines Baukrans schwebten gleich mehrere Filterkomponenten in das neue Multifunktionsgebäude. 1,4 Tonnen zeigte die integrierte Waage des Krans an, als der erste von insgesamt zwei Trommelfiltern in die Höhe gezogen wurde. Zentimeter für Zentimeter schweben die beiden, jeweils 3,60 Meter langen und 2,20 Meter hohen Filterkomponenten durch eine Technikluke in das Untergeschoss des Multifunktionsgebäudes der neuen Robben-Anlage. Die sich drehende Siebelemente innerhalb der Trommelfilter filtern künftig größere Partikel aus dem Wasser. Neben den Trommelfiltern lieferten mehrere Sattelschlepper weitere Komponenten der Filtration an. Zu ihnen gehören das Muldensieb sowie zwei große Eiweißabschäumer. Durch das Zusammenspiel der einzelnen Baueinheiten wird das Salzwasser der künftigen Seelöwen-Anlage permanent biologisch wie mechanisch aufbereitet. Dabei bedient sich das Zoo-Team auch der Schwerkraft: Ohne die Hilfe von Pumpen fließt das Wasser über ein spezielles Rinnensystem permanent aus den Tieranlagen und passiert einzelne Filterstufen, bevor es in einem unterirdischen Reservoir gesammelt wird. Erst nach dem Reservoir fördern Pumpstationen das Wasser durch die Eiweißabschäumer und schlussendlich zurück in die Becken. Alle zwei Stunden durchlaufen die 1,3 Millionen Liter Salzwasser den Filter. Innerhalb der nächsten Wochen werden die einzelnen Filterkomponenten Stück für Stück miteinander verrohrt und an die Steuerzentrale angeschlossen. Parallel finden weitere Arbeiten statt: Hierzu gehören Beton- sowie Rohrarbeiten am ersten von künftig zwei Hauptbecken, die Installation der Gebäudeleittechnik im Multifunktionsgebäude sowie Elektroarbeiten. Das Multifunktionsgebäude der neuen Seelöwen-Anlage Das Multifunktionsgebäude befindet sich im Hintergrund der neuen Seelöwen-Anlage. Neben den einzelnen Filterkomponenten, welche sich über zwei Etagen des Untergeschosses erstrecken, sind im Erdgeschoss die Stallungen der Tiere untergebracht. Auffallen wird der Technikkomplex nach Fertigstellung der neuen Anlage kaum, denn ein Großteil des Baukörpers ist im Erdreich integriert. Künftige Seelöwen-Anlage: Besondere Einsichtsmöglichkeiten für Zoogäste Die flinken Seelöwen lassen sich bei ihren Tauchgängen nach Fertigstellung der Anlage aus verschiedenen Perspektiven beobachten: Unterschiedliche große Unterwasserscheiben bieten Einblicke in Flachwasser- und Tiefenzonen. Von einem extra angelegten Besucherbereich aus schauen die Zoogäste bei den regelmäßig stattfindenden kommentierten Fütterungen zu. Eine umfassende Beschilderung sowie interaktive Elemente rund um die Meeressäuger und ihren Lebensraum sind ebenfalls Bestandteil der Anlage und greifen auch aktuelle Themen zum Natur- und Artenschutz auf. |